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Drei schöne Gottesdienste

In der Woche vom 10. – 17. April hatten Menschen der evangelischen Kirchengemeinde Widdert die Möglichkeit an drei verschiedenen Gottesdiensten teilzunehmen.

Spaziergang-Gottesdienst am 10.04.22

Pfarrerin Kristina Ziegenbalg auf einer saftig grünen Wiese mit Blick ins Grüntal. Der Himmel ist blau und bewölkt.

Um 11 Uhr trafen sich Menschen unterschiedlichen Alters an der Kirche, die gemeinsam mit Pfarrerin Kristina Ziegenbalg durch das Grüntal gehen und währenddessen Gottesdienst feiern wollten.

Mit „Leiter zum Himmel“ war dieser ungewöhnliche Gottesdienst überschrieben.

In kleinen Etappen bei gemütlichem Tempo ging es runter ins Tal und auch wieder hoch.

Musiker Manuel Füsgen spielte Lieder auf der Gitarre und animierte die Gemeinde zum Mitsingen. Dies war im Freien ja mit genügend Abstand auch ohne Maske möglich. So kam ein gutes Gefühl von Gemeinschaft auf.

Zur Erinnerung an Jesus, der mit den Menschen gegessen hat, gab es auf einer Anhöhe vorher verteilte Milchhörnchen. Passend dazu läuteten (zufällig) die Glocken der Widderter Kirche.

Der Gottesdienst und der Spaziergang endete dann mit dem Abschlusssegen vor der Kirche

Gospelchurch Open-Air auf dem Ev. Friedhof Widdert am Karfreitag

Anna Seibert am Keyboard und Tine Hamburger singend.

Mit „Rest in Peace“ war die Karfreitags-Gospelchurch überschrieben. Thematisch war der Gottesdienst als Beisetzungsfeier des gekreuzigten Jesus angelegt.

Trotz des traurigen Feiertages war es ein lebendiger Gottesdienst, den wir unter strahlend blauen Himmel feiern durften.

Gospelsängerinnen Anna Seibert (am Keyboard) und Tine Hamburger brachten einfühlsame und auch kraftvolle Solonummern, aber animierten die Gemeinde auch zum Mitsingen.

Kinder pflückten auf dem Friedhof Löwenzahn und schmückten spontan damit das symbolische Grab Jesu.

„Ostern für alle“ – Omnibus Gottesdienst am Ostersonntag

Am Ostersonntag trafen wir uns wieder im Kirchraum. Die Band RiSing begleitete den Gottesdienst mit modernen, teils sogar selbst geschriebenen Songs.

Vier verschiedene Menschen aus der Bibel, die die Osterbotschaft ganz unterschiedlich erlebten, standen Pate für diesen Gottesdienst. Die Bilder zu ihren Geschichten mit den Botschaften seht ihr übrigens im Homepage-Banner.

Zum Abschluss des Gottesdienstes gingen wir vor die Tür, um die „Irischen Segenswünsche“ zu singen und den Segen zu empfangen.

Manuel Füsgen und die Band RiSing animierten uns im Anschluss noch gemeinsam mit Body-Percussion und Bandbegleitung „Give Peace A Chance“ anzustimmen.

Es war eine großartige Stimmung!

Ostern für alle!

„Ostern für alle!“ – Dies ist nicht nur der Titel des am Ostersonntag stattfindenden Omnibus-Gottesdienstes.

Wir haben ein vielfältiges Programm an Gottesdiensten rund um die Kar- und Osterwoche gestaltet. Da sollte für jeden etwas dabei sein.

GOTTESDIENST-SPAZIERGANG 10. April 11 Uhr Start: Ev. Kirche Widdert

Wir starten am 10. April um 11 Uhr an der Ev. Kirche Widdert mit einem SPAZIERGANG-GOTTESDIENST.

Unser Spaziergang führt uns auf einem Rundweg durch Widdert, mit Halt an verschiedenen Stationen, an denen wir uns Zeit nehmen gemeinsam Musik und Gedanken zu hören.
Musikalisch wird uns Manuel Füsgen mit seiner Gitarre auf dem Weg begleiten.

Open-Air-Gospelchurch mit Gospelsängerin Tine Hamburger und Anna Seibert (Piano) Ev. Friedhof Widdert Lacher Str. SG

Am Karfreitag feiern wir Gospelchurch Open-Air auf dem Ev. Friedhof Widdert mit Tine Hamburger (Gesang) und Anna Seibert (Piano). Einfühlsame und kraftvolle Gospel-Songs bilden den Rahmen für diesen Gottesdienst mit dem Thema „Rest in Peace“.

Ostern für alle - Omnibusgottesdienst am Ostersonntag 11 Uhr - Bitte meldet euch an unter www.widdert.com/anmeldung

Am Ostersonntag folgt dann der oben schon erwähnte Omnibus-Gottesdienst.

Bitte melde dich zu diesem Gottesdienst über unsere Anmelde-Seite an.

Weitere Informationen zu den einzelnen Gottesdiensten findest Du auf unserer Termin-Seite und jeweils vor dem entsprechenden Gottesdienst auf der Gottesdienst-Seite

Bericht über das neue Gottesdienstformat „Unterwegs“ im Newsletter des Kirchenkreises.

Am letzten Sonntag (24.10.21) haben wir wieder Unterwegs-Gottesdienst gefeiert. Theresa Demski hat das Gottesdienst-Team begleitet, und einen schönen Artikel für den Newsletter des Kirchenkreises Solingen geschrieben, den wir hier mit freundlicher Genehmigung wiedergeben.

Ein Gottesdienst auf Bestellung im Vorgarten

Im kleinen Kreis unter freiem Himmel: Die Evangelische Kirchengemeinde Widdert macht sich auf den Weg zu den Menschen – und bietet Gottesdienste im Vorgarten an. Ein Besuch.

Gruppenbild mit Ape: Bente Lettmann, Petra Surges und Manuel Füsgen (v.l.) mit dem Widderter Gemeindetransporter (Foto: Theresa Demski)
Gruppenbild mit Ape: Bente Lettmann, Petra Surges und Manuel Füsgen (v.l.) mit dem Widderter Gemeindetransporter (Foto: Theresa Demski)

Bente Lettmann zieht sich die Jacke etwas enger um die Schultern. „Kalt geworden“, sagt die junge Presbyterin der Evangelischen Kirchengemeinde Widdert. Gemeinsam mit Kirchenmusiker Manuel Füsgen und Presbyter-Kollegin Petra Surges steht sie in der Herbstsonne vor der Kirche. Die Glocken bleiben an diesem Sonntagmorgen allerdings still, die Kirchtüre bleibt geschlossen. „Wir sind unterwegs“, sagt Bente Lettmann und lacht – fröhlich und ein bisschen erwartungsfroh. Und dann machen sich die Drei auf den Weg. Es sind nur ein paar Meter, einmal um die Häuserecke, dann entdecken sie auf der Straße ein junges Paar und eine Mutter mit ihren beiden Kindern. Gleichzeitig biegt Richard Ritterbusch mit der Ape der Gemeinde um die Ecke. Für den leuchtendgelben dreirädrigen Piaggio-Kleintransporter sucht er sich schnell einen Parkplatz. „Sind wir bei euch richtig?“ fragt Bente Lettmann. Und es folgt ein herzliches Willkommen in der Auffahrt vor dem Haus. Rebecca Rothhamel und Arne Wiebenga haben sich an diesem Sonntagmorgen einen „Vorgartengottesdienst“ bestellt, den die Evangelische Kirchengemeinde Widdert den Menschen im Viertel seit einigen Wochen anbietet.

Kirche unterwegs

„Wir sind als Kirche unterwegs“, erklärt Pfarrerin Kristina Ziegenbalg das Konzept, „und weil wir Menschenmassen im Moment noch vermeiden wollen, laden wir zu Vorgartengottesdiensten ein. Ganz coronakonform.“ Familien können sich bei der Gemeinde anmelden, bei Interesse einen zweiten Haushalt dazuholen und dann den Gottesdienst am Sonntagmorgen vor ihrer eigenen Haustüre feiern. Das Angebot werde bisher ganz gut angenommen – von Familien der Konfirmanden, von Senioren, von jungen Paaren.

Als Rebecca Rothhamel und Arne Wiebenga von dem Angebot hörten, nahmen sie Kontakt auf. Vor anderthalb Jahren seien sie gemeinsam nach Widdert gezogen und längst hätten sie gerne das Gemeindeleben kennengelernt. „Die Verbindung zur Gemeinde ist uns wichtig“, sagen beide. Aber die Corona-Pandemie machte ihnen und der Gemeinde einen Strich durch die Rechnung. „Jetzt haben wir die Gelegenheit genutzt“, sagt Arne Wiebenga und freut sich über den Kontakt, den sie an diesem Vormittag knüpfen.

Ehrenamtliches Gottesdienstangebot

Die beiden Gastgeber haben Campingstühle in der Auffahrt aufgestellt, die Nachbarin mit ihren Kindern zum Gottesdienst eingeladen und Tee gekocht. Als Manuel Füsgen auf seiner Gitarre ein leises Vorspiel anstimmt, stimmt die kleine Nachbarstochter bereits tanzend in die Melodien ein. „Schön, dass wir hier sind“, sagt Bente Lettmann dann lachend und stellt das Team vor. Das Konzept „Erprobungsräume“ sehe es vor, Ehrenamtliche stärker einzubinden, erklärt sie. Deswegen seien bei den Gottesdiensten im Vorgarten immer andere Teams im Einsatz. Jeder bringt seine Begabungen ein. Manuel Füsgen sorgt heute für die Musik, Bente Lettmann für den Impuls und Petra Surges übernimmt den liturgischen Teil. Die kleine, feierliche Andacht neben der gelben Ape und der Lichterlaterne will ermutigen und für die Woche stärken, das merken die Gastgeber schnell. Heute geht es um das Thema Danken. „Wenn wir Gott danken, dann signalisieren wir ihm, dass uns etwas an der Beziehung mit ihm liegt“, sagt Bente Lettmann, „und gleichzeitig rüttelt uns der Dank selber auf.“ Sie erinnert an das Volk Israel in der Wüste, das sich schimpfend über seine Not beklagt. „Da musste Mose ihnen erstmal die Augen öffnen“, erinnert sie, „und so verlieren wir wohl auch manchmal den Blick dafür, was Gott uns schenkt.“ Um sich im Alltag an all die geschenkten Momente besser zu erinnert, übergibt sie den Gastgebern und auch der kleinen Bente und ihrer Munter am Ende jeweils drei Murmeln: „Die kommen in die Hosentasche“, erklärt Bente Lettmann, „und immer, wenn ihr am Tag etwas Schönes erlebt, dann wechselt eine Murmel die Hosentasche. Abends könnt ihr euch dann gemeinsam an diese Momente erinnern.“

Rebecca Rothhamel und Arne Wiebenga freuen sich über das kleine Geschenk. „So ein besonderer Sonntagmorgen und so eine schöne Andacht“, sagt sie. Und dann wechselt bereits eine erste Murmel die Hosentasche. „Das war heute Morgen eindeutig ein Besuch, für den wir dankbar sind“, sagen die beiden.

INFO
Die Evangelische Kirchengemeinde Widdert ist mit ihrem besonderen Ehrenamtlichenkonzept seit Juni 2020 einer der mittlerweile 18 so genannten Erprobungsräume der Evangelischen Kirche im Rheinland. Hier sollen Erfahrungen mit kreativen neuen Kirchenformen gesammelt, ausgewertet und zur Nachahmung aufbereitet werden.

Theresa Demski

28.10.2021

Hier geht es zum Artikel auf der Seite des Kirchenkreises Solingen

Ausstellung zu Sätze eines Demenzerkrankten

Vom 4. – 21.11. stellen wir in der Evangelischen Kirche Widdert Bilder und Texte zu Sätzen eines an Demenz erkrankten Mannes aus.

Wir starten die Ausstellung mit einem Eröffnungsgottesdienst mit sehr viel „Musik für die Seele“ am 4.11. um 19 Uhr und beschließen die Reihe mit einem Gottesdienst am 21.11. um 11 Uhr

Details zur Ausstellung und Anmelde-Möglichkeiten zu den Gottesdiensten findest du auf www.widdert.com/ausstellung.

Heller sehen und entdecken

Am kommenden Freitag stehen unsere Kirchentüren, wie überall in der Stadt, offen.

Zur „Nacht der offenen Kirchen“ gibt es ein vielfältiges, tolles Programm https://www.solinger-nacht-der-kirchen.de/ – in Widdert gibt es – entgegen der ersten Ankündigung – leider kein Poetry-Slam, sondern einen Abend mit gelesenen Geschichten der Schriftstellerin und Bloggerin Susanne Niemeyer.

1. Oktober 20-22 Uhr

Heller sehen und entdecken – Texte der Schriftstellerin und Bloggerin Susanne Niemeyer

20.00 Uhr Mutgeschichten
20.30 UhrFrauengeschichten
21.00 UhrEngelgeschichten
21.30 Uhr Neugiergeschichten

Für die Teilnahme gilt überall in der Stadt die 3 G-Regel und Maskenpflicht.

Unterwegs – Wir kommen zu euch

EINIGE TERMINE SIND NOCH FREI!

Wir kommen mit unserem mobilen Gottesdienst-Team und unseren Musikern zu euch in den Vorgarten und wollen mit euch zusammen im kleinen Rahmen Gottesdienst feiern.
Nur unser Gottesdienst-Team (3 Personen), ihr und ggf. ein weiterer Haushalt. Ohne Technik einfach unplugged

Bei Interesse meldet euch im Gemeindebüro
Telefon: 0212 247 09 009
E-Mail: buero@widdert.com

Platz für neue Ideen mitten in der Kirche

Zwei Initiativen aus Widdert und Rupelrath wurden jetzt von der Evangelischen Kirche im Rheinland als so genannte „Erprobungsräume“ ausgewählt. Damit fördert die Landeskirche beispielgebende innovative Projekte. Die Evangelische Kirchengemeinde Widdert möchte in Zukunft noch mehr auf Ehrenamtliche setzen. Ganz eigenständig sollen sie dort künftig neue experimentelle Gottesdienstformen und Veranstaltungsformate gestalten und verantworten. Aufgabe der Widderter Pfarrerin Kristina Ziegenbalg wird es zukünftig weniger sein, Veranstaltungen und Gottesdienste durchzuführen, sondern vor allem ehrenamtliche Menschen zu begleiten, die mit ihrem Glauben und eigenen Veranstaltungsideen die Widderter Kirche mit Leben füllen.

Das im letzten Jahr innen renovierte Kirchengebäude mit dem neugestalteten Kirchraum, der neuen Jugendempore, einem einladenden Gemeindesaal und einer modernen Küche soll so zu einem offenen Ort werden, an dem sich Menschen aus allen Generationen begegnen. „Wir möchten mit unserem Projekt Menschen erreichen, die eine tragfähige Gemeinschaft suchen“, erklärt Pfarrerin Kristina Ziegenbalg, „die sich gerne aktiv einbringen, statt zu konsumieren, und lebensnahe, moderne Formen des Glaubens mitgestalten möchten. Wenn unser Projekt gelingt, wird die Widderter Gemeinde in Zukunft nicht mehr von wenigen, sondern
von vielen gestaltet.“

Die Widderter Gemeinde will damit ihren Weg konsequent weiter gehen, den sie schon in den vergangenen Jahren beschritten hatte. Bereits jetzt erfolgen unter anderem Jugendarbeit, Küsterdienst und Kirchenmusik
immer stärker ehrenamtlich. Die Begleitung, Ermutigung und Förderung von ehrenamtlichen Gottesdienstund Veranstaltungsteams macht bereits jetzt einen großen Teil der Arbeitszeit der Widderter Pfarrerin aus.
Das soll zukünftig noch mehr werden. Dabei zieht das moderne und mutige Gottesdienstkonzept schon heute viele Menschen an, die nicht in Widdert wohnen. Die Evangelische Kirche im Rheinland fördert das Widderter Projekt als Erprobungsraum für die Jahre 2020 bis 2024 mit insgesamt 125.000 Euro. Mit dem Geld soll die Gemeinde in ihrem Vorhaben gefördert werden „ehrenamtlich verantwortete Ortsgemeinde mit geringer pastoraler Versorgung zu werden“, heißt es in dem Förderungsbescheid der Landeskirche. Die Förderung, so Pfarrerin Ziegenbalg, helfe der Gemeinde dabei, Ehrenamtliche auf vielfältige Weise zu unterstützen: „Dadurch wächst die Hoffnung, dass der ungewöhnliche Weg, den wir in Widdert seit vielen Jahren gehen, in eine gute Zukunft mit vielen kreativen Akteuren führt.“

Pfarrer Thomas Förster, Pressepfarrer des Kirchenkreises Solingen