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Aus meiner Sicht
diesmal: Verbesserung des Transportwesens?
„Einer trage des anderen Last. Galater 6, Vers 2.“
Ein Zitat aus der Bibel. Gefunden habe ich es in einer Zeitungsanzeige. Riesengroß. Und darunter stand: „Okay, wohin?” und die Telefonnummer eines bedeutenden Transportunternehmens. Ich hab nichts gegen Werbung. Und was die erste Wirkung angeht, ist diese Anzeige sicher gut. Schließlich ist sie mir ja aufgefallen. Und trotzdem. Das geht mir zu weit. Im biblischen Originaltext heißt es weiter:
„So werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“
Der Apostel Paulus hat dies in einem Brief an die Galater geschrieben. Er wollte ihnen wohl kaum gute Ratschläge zur Verbesserung ihres Transportwesens geben.
„Einer trage des anderen Last.“ Das ist eine Mahnung zum menschlichen Umgang miteinander. Mahnung, den anderen im Blick zu behalten; ihn und das, was ihm schwer fällt.
Einer trage des anderen Last. Dem Anderen zuhören, wenn er Sorgen hat, ihn besuchen, Zeit mit ihm verbringen, auch wenn der eigene Terminkalender eigentlich voll ist, Last, wie auch immer sie geartet ist, mittragen oder abnehmen. Ist oft nicht leicht, gelingt auch nicht immer. Aber der Versuch zählt!
„Einer trage des anderen Last.“
Brautpaare suchen sich diesen Text manchmal als Trauspruch aus. Sicher nicht ohne Grund. Und sie denken dabei bestimmt nicht an Transportmöglichkeiten.