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AUS MEINER SICHT
diesmal: Du musst!
KFz-Batterie-Ladegrät – must-have für jeden Haushalt; Perlenkrawatte, sexy, plus
Geschenkverpackung – must-have; adidas süße Krabbelschuhe, Größe 19, must-have;
Hello Kitty-Teigschaber, must-have.
An die ganzen Must-haves, die uns die Werbung einredet, haben wir uns schon fast
gewöhnt. Must-haves bei der Mode, der Kosmetik, dem Schmuck. Aber das Ende der
Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Da veröffentlicht eine Fernsehanstalt das
Must-see-Programm, da heißt es: „must eat“ bei einer Restaurantkette, da liegt das
must-read Buch in der Auslage der Buchhandlung.
Warum muss ich bestimmte Dinge haben oder tun? Um mitreden zu können? Um „in“
zu sein? Um mich besser zu fühlen? Vielleicht besser als andere?
Ich wehre mich gegen diese Art von Bevormundung!
Das heißt nicht, dass ich jetzt immer genau das Gegenteil kaufe oder tue. Das wäre ja
auch must-have, nur anders herum. Ich plädiere für denken, abwägen, selbst
entscheiden. Und dabei kommt für jede und jeden vielleicht etwas Anderes heraus.
Gut so!
Und noch etwas: Das erste wirkliche Must-have wird schon in der
Schöpfungsgeschichte erwähnt. Da heißt es: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein
sei.